Jahresrückblick 2017

Januar

Mein fotografisches Jahr 2017 begann, wie das Jahr zuvor aufgehört hatte – die Habichtskäuze standen im Fokus. Ende 2016 konnte ich meinen ersten Habichtskauz in einer verschneiten Winterlandschaft finden. Seit dem begleite ich die Käuze sehr intensiv und arbeite gemeinsam mit der Habichtskauz-Wiederansiedlung an einem Fotoprojekt.

Ich zeige in diesem Blogpost aus jedem Monat je ein Highlight. 🙂

Das Video stammt aus dem Februar. Es war ein eher ruhiger Monat und da es an einem geeigneten Bild mangelt, gibt es ein Video. Mehr als 120 Stunden verbrachte ich im Wald, um Bilder von Käuzen im Schnee zu bekommen. Leider wurde der Aufwand von nur wenigen Begegnungen mit unserer seltensten Eule belohnt. Und trotzdem war es eine wundervolle Zeit! 🙂

März

Mit dem ersten warmen Tag beschloss ich, die Moorfrösche zu besuchen. Ich hatte großes Glück und erwischte den optimalen Tag. Hunderte Frösche paarten sich im Tümpel. Immer wieder ein tolles Schauspiel. 🙂

Im April wurden die jungen Habichtskäuze beringt. Es war ein sehr erfolgreiches Jahr für das Projekt. In den Nistkästen konnten 13 Bruten für Österreich nachgewiesen werden – so viele Bruten gab es seit Beginn der Wiederansiedelung noch nie!

Während der Brutzeit habe ich die Käuze nicht mehr aufgesucht. Zu groß ist die Gefahr, dass sie ihre Brut aufgeben könnten. Es freute mich natürlich, die Eulen wieder zu sehen. Es ist immer ein besonderes Erlebnis bei der Beringung dabei zu sein. Immer mit der Hoffnung möglichst viele Jungvögel zu finden. 

Umso mehr freute es mich, dass „mein“ Brutpaar besonders erfolgreich war. Gleich fünf Jungvögel erblickten das Licht der Welt und konnten erfolgreich beringt werden. In der nächsten Woche konnte ich einen ausgeflogenen Kauz neben einem Waldweg entdecken. Das war eines der größten Highlights des Jahres.

April
Mai

Im Mai besuchte ich den Nationalpark Neusiedler See/Seewinkel sehr häufig. Hier konnte ich über drei Wochen lang Waldohreulen bei ihrer Kükenaufzucht begleiten. Da dort täglich dutzende bis hunderte Menschen entlangspazieren sind die Eulen an den Menschen gewöhnt. Es waren unglaublich schöne und intensive Stunden. Tagsüber sang das Männchen. Abends zeigte es Balzflüge. Denn hier brüteten gleich drei Paare der Waldohreule auf engstem Raum.

Juni

Im Juni beschäftigte ich mich intensiv mit den Feldhamster. Zu meiner Freude besuchte mich mein guter Freund Marco Hoffmann. Dabei entstand unter anderem dieses Foto. 🙂

Juli

Mit der Zeit lernte ich das Verhalten einzelner Hamster kennen. Viele Stunden verbrachte ich bei ihnen und wechselte letztendlich vom Tele zum Weitwinkel. Mit dem Fernauslöser gelang dieses Foto für das Projekt Wiener Wildnis.

August

Der Augst war fotografisch gesehen eher ruhig. Um dem Stress zu entfliehen nahm ich aber trotzdem immer wieder die Kamera in die Hand und verbrachte einige Zeit in der Natur. Die Cyclamen waren ein willkommenes Motiv für das Laowa 15mm Makro.

September

Völlig überraschend wurde mir Anfang September dann ein Job in Schweden angeboten. Da ich eh aus meiner Wohnung in Wien ausziehen musste, kam mir das natürlich gelegen. Von heute auf morgen packte ich meine Sachen und fuhr Richtung Norden. Wie auch im letzten Jahr sollte ich Verhaltens- und Lernexperimente an Unglückshähern durchführen. Die Freude war groß!

Oktober

Die ersten fünf Wochen regnete es jeden Tag in Schweden. Zudem arbeitete ich täglich 12-14h, natürlich ohne Wochenende – Feldarbeit eben…. Dann wurde es etwas kälter und ich durfte den ersten Schnee dort oben erleben. Mit dabei waren natürlich „meine“ Unglückshäher.

November

Gemeinsam mit meinen Freunden Kirsten und Dirk gelang es uns, eine außergewöhnlich zutrauliche Gruppe Unglückshäher zu finden. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich für die tolle Zeit mit euch bedanken. 🙂

Dezember

Zurück in Wien konnte ich wieder meine Habichtskäuze fotografieren. Ein Jungvogel war erstaunlich standorttreu und ließ einige wundervolle Begegnungen zu. Einige Stunden verbrachte ich mit ihm, lernte sein Verhalten kennen und wurde letztendlich mit einem schönem Jahresabschluss belohnt.

Es war ein teils turbulentes aber wundervolles Jahr. Ich habe viele neue Erfahrungen sammeln können, arbeitete intensiv am Habichtskauzprojekt und lernte neue Freunde kennen. Vielen Dank für dieses Jahr!